Termindetails

Lieder gegen das Vergessen, Dessau

Veranstalter: DIE LINKE. Dessau

17 Uhr in der Marienkirche, Dessau

„Lieder gegen das Vergessen“ in der Marienkirche Dessau

Anlässlich des Gedenkens an die Novemberpogrome 1938 laden das Stadtarchiv Dessau-Roßlau, die Musikschule „Kurt Weill“, das AJZ Dessau und DIE LINKE. Stadtverband Dessau-Roßlau herzlich zur traditionellen Veranstaltung „Lieder gegen das Vergessen“ ein.

Das diesjährige Programm trägt den Titel „Von Dessau-Roßlau in den Wartesaal des Todes – ein Programm zur Erinnerung an die in das Ghetto Theresienstadt Deportierten“. Vor 80 Jahren, am 18. November 1942, deportierten die NS-Verfolgungsbehörden siebzehn zumeist betagte Männer und Frauen aus Dessau-Roßlau in das Ghetto Theresienstadt. Im Januar 1944 wurden eine weitere Frau und ein Mann dorthin gezwungen. Von den neunzehn nach Theresienstadt Deportierten überlebten nur zwei Frauen die Shoa. Alle anderen erlagen entweder den unmenschlichen Bedingungen in Theresienstadt oder wurden von dort in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau verschleppt.

Anhand bekannter und neu erschlossener Quellen erzählt das Programm vom Leben und Wirken Betroffener sowie der Verfolgung, der sie ausgesetzt waren. Im Zusammenspiel von Texten, Liedern, Musikstücken und Gedichten erwartet das Publikum eine Aufführung, die in besonderer Weise an Opfer der Shoah aus unserer Stadt erinnern und ihrer gedenken soll.

Für die Veranstaltung gelten die dann aktuellen Hygienevorschriften.

Das Gedenken der Stadt Dessau-Roßlau an die Novemberpogrome 1938 findet am 9. November 2022 um 15 Uhr am Denkmal für die Opfer des Faschismus im Stadtpark (Kavalierstraße), statt. Die Verlegung vom gewohnten Gedenkort in der Askanischen Straße erfolgt aufgrund der bestehenden Baustelle Synagogenanbau.